Frauenseelsorge

Erzdiözese München und Freising

Vom Zauber der heiligen Frauen in unseren Kirchen
Eine spirituelle Kirchenführung in Ihrer Nähe

Die Symbolsprache bedeutender weibliche Heiligengestalten in zahlreichen Kirchen in unserer Nähe führt uns in die spannende Geschichte frühchristlicher Zeit. Gleichzeitig bringen diese heiligen Frauen uns auch in Berührung mit der göttlichen Fülle, die in jeder von uns wohnt. Eine Kirchenführung und Entdeckungsreise.
Mögliche Heiligengestalten: Katharina, Margarethe, Ursula, Maria, Anna und Barbara.


GUT – ist nicht genug! Oder doch?

Sind wir nicht sehr geprägt von einer Erwartung, ständig das Beste geben zu müssen? Uns dem Zwang einer Optimierung zu unterwerfen? „Gut“ scheint oft nicht zu genügen. Da muss doch noch mehr möglich sein. Diese maßlose Haltung lähmt, bereitet einen inneren Druck; macht unfrei für das Wesentliche, nach dem sich unsere Seele sehnt.
„Es ist gut so!“ Dieser Satz kann Wunder bewirken. Impulse aus der christlichen Tradition, Wahrnehmungsübungen, in denen wir achtsam mit uns und anderen umgehen und kreatives Gestalten helfen uns, das für uns passende Maß zu finden und das vorhandene Gute wertzuschätzen.


„Ab in die Wüste!“*
Von der Weisheit der Wüstenväter und -mütter zu einer Spiritualität des Alltags.

Räume betreten, die mir Freiheit und Konzentration auf mein Wesentliches ermöglichen. Weite erleben, wo es sonst so eng ist um meine Seele.

Schon im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus machten sich Frauen und Männer auf, dieser Sehnsucht nachzugehen. Sie zogen in die Wüste und entwickelten neue Lebensweisen. Ihre weisen Ratschläge können uns auch heute wichtige Haltungen für den Alltag vermitteln. Wir lernen sie kennen an diesem Tag.

*Katharina Ceming, Ab in die Wüste, München 2013


Beginen – eigensinnige Frauen im Mittelalter
Eine Frömmigkeit, die Gott den Haushalt führt

Wer waren diese Frauen, die im 13. Jahrhundert als religiöse Bewegung von sich reden machten? Sie sorgen in Zünften für Unruhe, prangern den Reichtum der Kirche an und melden sich in theologischen Fragen zu Wort. Von Nordwesten her setzen sie sich quer über Europa in Bewegung und arbeiten mit den Bettelorden zusammen, die von Süden kommen und von Klara und Franziskus von Assisi repräsentiert werden. Die Beginen hatten die wachsende Armut in ihrem Land vor Augen und machen die Nachfolge in der Einheit von Gottes- und Nächstenliebe zu ihrem Leitgedanken. Einige Mystikerinnen unter ihnen verfassten spirituelle Schriften, von denen wir uns anregen lassen. Welche Erfahrungen von Spiritualität, Poesie, Armut und Lebensform bewegen uns davon heute?