Frauenseelsorge

Erzdiözese München und Freising

BUCHTIPPS

Bücher für Frauen und Frauen* unterm Regenbogen


Gotteswort, weiblich

Annette Jantzen

»Gotteswort, weiblich« entwickelt eine Gebets- und Gottesdienstsprache für heute, die männlich-patriarchale Engführungen überwindet. Vielfach werden in der liturgischen Sprache Bilder verwendet, die heutigen Menschen fremd sind, und theologische Aussagen transportiert, die weit hinter heutigen Glaubensüberzeugungen und theologischen Erkenntnissen zurückbleiben.

Dieses Buch kann zur Nutzung in Wort-Gottes-Feiern, im gemeinsamen oder persönlichen Gebet verwendet werden und gibt eine behutsame Perspektive der Gottesrede.
Es bietet neben einer theoretischen Grundlegung Gebete, Psalmen, Fürbitten, Segenstexte und mehr zum gottesdienstlichen Gebrauch und will auch Anregung sein, selbst kreativ mit der Gebetssprache umzugehen.

Annette Jantzen, Gotteswort weiblich. Herder Verlag, 1. Auflage 2022,
Softcover 144 Seiten, 16,00 EUR, ISBN: 978-3-451-39480-5

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Parität jetzt! Wider die Ungleichheit von Frauen und Männern

Rita Süssmuth

Für Rita Süssmuth, 1986 als erste Frauenministerin auf Bundesebene ins politische Amt gerückt, ist Gleichberechtigung ein Lebensthema, kennt sie doch die alten Machtstrukturen mit ihrem patriarchalen Erscheinungsbild zu Genüge. Und sie hat sie satt!

Ihr Buch startet mit einem schonungslosen Blick auf die Gegenwart, der deutlich macht: Wir leben in einer Zeit gewaltiger Krisen. Klimawandel und Corona, Kriege und Flüchtende – die täglichen Schlagzeilen lehren uns das Fürchten. Und eines ist klar: Wir müssen handeln – jetzt! Sonst sieht es für die Zukunft düster aus. Aber um die Welt umzukrempeln, braucht es alle Kräfte, alle Begabungen, alle Blickwinkel, auch die der Frauen. Ihre Stimmen müssen lauter werden – und das international, fordert die gerade 85 Jahre alt gewordene Grande Dame der Politik zunehmend ungeduldig und unter Verwendung vieler Ausrufezeichen. Schließlich sei die Aufgabe, die Welt zu verbessern, sie gar zu retten, allen mündigen Menschen übertragen. Die Frauen weiterhin auszugrenzen, dürften sich die Männer gar nicht mehr leisten. Auf Seiten der Frauen, müsse die Zeit des geduldigen Abwartens endgültig vorbei sein. Gefährlich sei, sich angesichts des bereits Erreichten zurückzulehnen, denn die Coronakrise habe gezeigt, wie schnell alte Rollenmuster wieder greifen, die man schon längst abgelegt glaubte, zumindest in der westlichen Welt.

Die kompakte Streitschrift, rechtzeitig erschienen zum Weltfrauentag am 8. März, hat nur 128 Seiten, ist kurzweilig zu lesen, mahnend, aufrüttelnd.

Das zentrale Thema zieht sich durch: Frauen müssen mit in die Verantwortung – für die Menschheit, für diesen Planeten. Jetzt! Noch sind wir nicht verloren, aber weit entfernt vom Ziel. 

Rita Süssmuth: Parität jetzt! Wider die Ungleichheit von Frauen und Männern. Eine Streitschrift
J.H.W.Dietz-Verlag, Bonn 2022
Softcover, 16,80 EUR
, ISBN 978-3-8012-0547-8

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Frauen ins Amt! – Männer der Kirche solidarisieren sich

Philippa Rath (Hrsg.); Burkhard Hose (Hrsg.)

Für ihr neues Buch hat sich die Benediktinerin, Theologin, Politologin und Historikerin Philippa Rath aus dem Hildegard-Kloster in Rüdesheim mit dem Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose, Unterzeichner der sensationellen Kampagne „Out in Church“, einen männlichen Verbündeten gesucht, der wie sie für Geschlechtergerechtigkeit in der Katholischen Kirche kämpft – nicht um eigene Ziele durchzusetzen, sondern um die Kirche vor dem Untergang zu bewahren. Hatte sie in dem vor einem Jahr erschienen Buch „Weil Gott es so will“ (Rezension s.u.) Zeugnisse von 150 Frauen gesammelt, die sich zu einem kirchlichen Amt berufen fühlen, obwohl die Katholische Kirche für Frauen keinen Zugang zu Weiheämtern vorsieht, so sind es nun Beiträge von 102 Männern der Kirche, die sich mit den Frauen und ihrer Forderung nach Teilhabe an Ämtern und Leitungsverantwortung solidarisieren. Viele berichten sehr ehrlich, wie sie selbst erst lernen mussten, sich von Denkverboten aus Rom zu emanzipieren. Nicht in allen Beiträgen gelingt das Vermeiden von Geschlechterstereotypen. Und nicht alle Autoren gehen so weit, explizit das Priesteramt für Frauen zu fordern. Aber alle versichern glaubhaft, dass sie sich eine Kirche der Zukunft nur geschlechtergerecht vorstellen können. Sie zeigen nicht nur Verständnis für den Ruf nach Reformen, sondern bekennen ihr eigenes Unbehagen mit dem Status quo und ihre Sehnsucht nach einer geschwisterlichen Kirche. Auch Kardinal Reinhard Marx gesteht, dass er dort, wo Frauen ausgeschlossen oder nur Randfiguren sind, das Defizit spürt: „Ich empfinde es zunehmend als 'fremde Welt', ja als eine für viele Menschen immer merkwürdigere 'Sonderwelt', die sich in Bischofskonferenzen, in der Kurie in Rom, aber auch in Priesterseminaren zeigt.“ Ein Statement mit Gewicht! Und nicht das einzige in diesem bemerkenswerten Buch!

Philippa Rath; Burkard Hose, Frauen ins Amt. Männer der Kirche solidarisieren sich, Herder-Verlag 2022, Gebundene Ausgabe 25,00 €, ISBN: 978-3-451-39253-5

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FrauenKirchenKalender "wert-voll" 2023

Ladner, Gertraud; Herrmann, Astrid; Hamrich, Birgit (Hrsg.)

Jahresthema »wert-voll«! Unter diesem Motto steht der diesjährige FrauenKirchenKalender 2023.
Was ist wertvoll für mein Leben und für die Welt? Ermutigende Segenstexte und Impulse sowie elf Frauenbiografien begleiten durch das Jahr und inspirieren, dieser wichtigen Frage nachzugehen. Darüber hinaus bietet der Kalender Platz zum Eintragen von Terminen und Notizen. Eine freie Doppelseite jeweils am Monatsende ermöglicht es außerdem, Ideen und Notizen, Pläne und Träume festzuhalten. Ein Gummiband hält den Kalender zusammen.

Unter folgendem Link finden Sie eine kleine Leseprobe zu diesem Kalender:
https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/media/pdf/978-3-8436-1351-4.pdf

FrauenKirchenKalender. wert-voll. 2023, Patmos-Verlag 2021, Flexcover mit Gummiband zum Verschließen 12,50 EUR, Format 11 x 18 cm, ISBN: 978-3-8436-1351-4

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Stille mich Gott - Ein Buch mit Texten zum Innehalten

Anne-Kathrin Eisenbarth (Hrsg.)

10 Jahre abendliche Liturgie inneHalt

Seit 2012 feiern Frauen in der Institutskirche der Congregatio Jesu in Bamberg mehrmals im Jahr eine abendliche Liturgie, mit dem Namen „inneHalt“.
Die Themen orientieren sich am Jahreskreis und nehmen Bezug auf die Lebenswirklichkeit von Frauen – in der Bibel, in der Geschichte und vor allem heute.
Texte, Lieder und Gebete zeichnen sich durch eine Weite der Gottesbilder und durch eine geschlechtersensible Sprache aus.
Grundlegende Strukturelemente (Anfangs- und Schlusslied, Eröffnungsgebet, Gebet Jesu, Segen) gruppieren sich um den zentralen Verkündigungsteil, der in der Regel die Mitfeiernden aktiv beteiligt.
Die Form ist einfach gehalten. In schlichter, ruhiger Weise soll der Tag ausklingen.
Vorbereitet und geleitet wird die Liturgie von einem kleinen Frauen-Team, das durch seine unterschiedlichen biografischen, familiären und beruflichen Hintergründe die verschiedensten Perspektiven einbringt.
Angeregt durch vielfache Nachfragen nach Materialien zum inneHalt entstand nun anlässlich des bevorstehenden 10-jährigen Jubiläums ein Buch, nicht als klassisches Werkbuch für Frauengottesdienste, sondern als Inspirationsquelle.
Es finden sich darin unterschiedlichste Texte zu den Themen, die im inneHalt zur Sprache kamen.
Oft sind es sehr persönliche Statements, aus dem Anliegen heraus, Frohe Botschaft und persönliches Leben direkt in Beziehung zu setzen und den Mitfeiernden mehrere Anknüpfungspunkte anzubieten.

Für Bestellungen: Wenden Sie sich bitte an projekte(at)erzbistum-bamberg.de
Buchpreis: 10 €

1 € für Claire Amitié

Aus dem Erlös gehen 1 € pro Buch an die katholische Mädchenberufsschule Claire Amitié in der Bamberger Partnerdiözese Thiès in Senegal. Rund 100 Schülerinnen zwischen 15 und 35 Jahren erhalten dort unabhängig von ihrer Religion über eine Ausbildung in Hauswirtschaft und Schneiderei eine Chance zum Einstieg in das Berufsleben. Darüber hinaus versucht die Einrichtung aber auch einen Beitrag zur Stärkung des Selbstwertgefühls zu leisten und vermittelt den jungen Frauen im Bedarfsfall auch psychologische Betreuung. Die Absolventinnen erhalten einen staatlich anerkannten Abschluss. Allerdings gibt die öffentliche Hand keinerlei Zuschüsse und viele Familien können sich das Schulgeld nicht leisten. So ist Claire Amitié beständig auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Übrigens, bereits vor einigen Jahren finanzierte der KDFB Diözesanverband Bamberg die Lehrküche des Ausbildungszentrums.
Für mehr Infos über das Projekt klicken Sie hier: https://www.missio.com/aktuelles/nachrichten/reportage-senegal-claire-amitie

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BRUDER FEUER UND SCHWESTER LICHT FRANZ UND KLARA VON ASSISI. Zwei Lebensgeschichten im Dialog

Martina Kreidler-Kos, Niklaus Kuster

Die Doppelbiografie über Franz und Klara von Assisi erzählt von den untrennbar verbundenen Lebenswegen der beiden großen Heiligen des 12. Jahrhunderts. Das Autorenpaar, Dr. Martina Kreidler-Kos und Dr. Niklaus Kuster, garantiert bei wissenschaftlich gestützter Quellenarbeit eine anspruchsvolle, interessante und zugleich spannende Lektüre. Immer wieder kommen Zeitzeug*innen zu Wort und vermitteln der Leserin ein anschauliches, lebendiges Bild. Die Dialoge von Schwester Pacifica, Freundin von Klaras Mutter, Begleiterin und Weggefährtin beim Aufbau der Gemeinschaft, mit Klaras Cousin und Vertrautem von Franz, Bruder Rufino, geben besondere Einblicke in die Lebenswelten der Heiligen. Auch vermitteln sie einen Eindruck der äußeren, politschen Vorgänge und insbesondere der spirituellen Entwicklung von Klara. Schwester Pacifica kannte Klara von Kindheit an und pflegte sie später in Krankheitstagen.

Wer sich neben der geschwisterlichen Verbindung von Franz und Klara eine Liebesgeschichte erhofft, muss enttäuscht werden. Es wird keine heimliche Liebe aufgedeckt, sondern vielmehr ein Bündnis der beiden beeindruckenden Persönlichkeiten mit ihren jeweils eigenen Berufungswegen beschrieben – mit dem gemeinsamen Ziel, der unbedingten Nachfolge Jesu.

Interessant für die Zeit des 12. Jahrhunderts ist auf jeden Fall der Eindruck des Verhältnisses von Franz und Klara als Mann und Frau, welches frei von Herrschaft und geprägt von gegenseitigem Respekt erscheint.

Inge Reschauer

BRUDER FEUER UND SCHWESTER LICHT
FRANZ UND KLARA VON ASSISI

Martina Kreidler-Kos, Niklaus Kuster
Ostfildern: Patmos Verlag
1. Auflage 2021, 376 Seiten
ISBN 978-3-8436-1301-9,
29,00 Euro

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Warum Eva keine Gleichstellungsbeauftragte brauchte. Gottes Idee für Frauen und Männer

Dr. Annegret Braun

Jesus behandelte Frauen und Männer gleich und zeigte, dass Gleichberechtigung auch außerhalb des Paradieses existiert. Dieses Faktum bringt die Autorin der Leserin näher, indem sie zahlreiche und sehr treffende Beispiele aus dem Alten und Neuen Testament erzählt. Biblische Persönlichkeiten zeugen von Beispielen der Gleichberechtigung von Mann und Frau und immer wieder von der Tatsache, dass diese zur Schöpfungsidee dazu gehört. Widerstand und revolutionäre Auflehnung inklusive.

Da geht es beispielsweise um Mose, der Gott um Rat fragt, als Frauen das Erbe ihres verstorbenen Vaters einfordern. Er setzt die Antwort um und verhilft nicht nur den Schwestern, sondern auch allen anderen Frauen zu ihrem Recht! Wir wissen, so erfolgreich waren spätere Frauenrechtlerinnen nicht unbedingt.

Dr. Annegret Braun führt zu klassischen Bibelstellen, die sich mit der Rollenverteilung der Geschlechter beschäftigen und in welchen Frauen für ihre Sache kämpfen. Durch die Angabe von Quellen eröffnet die Autorin die Möglichkeit für eine selbstständige Vertiefung der Textstellen. Aber sie hält sich nicht nur in der Bibel auf, sondern stellt aufrüttelnd Zusammenhänge zu Geschichte und Geschlechterklischees dar. Dabei kommt sie unter anderem dem Alltag in Gesellschaft, Beruf und Paarbeziehung nahe. Und nähert sich der Beantwortung der Frage an, warum Eva keine Gleichstellungsbeauftragte brauchte – und wir?

Ein spannendes, inspirierendes und gleichzeitiges sehr lehrreiches Buch!
Prädikat: absolut empfehlenswert!

Inge Reschauer

Warum Eva keine Gleichstellungsbeauftragte braucht. Gottes Idee für Frauen und Männer
Dr. Annegret Braun
Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus Verlag
ISBN 978-3-417-25367-2
2019, 240 Seiten
16,99 Euro

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Catholic Women. Menschen aus aller Welt für eine gerechtere Kirche

Ute Leimgruber (Hg.)

Ute Leimgruber, die Herausgeberin dieses Sammelbandes, ist katholische Professorin für Pastoraltheologie und Homiletik an der Universität Regenburg. Sie engagiert sich im Synodalen Weg der Kirche und ist Mitglied der Theologischen Kommission des KDFB Bundesverbandes.

Aus der Arbeit im Synodalforum „Frauen in Diensten und Ämtern“ gingen Anfang Oktober als Ergebnis drei Handlungstexte zur ersten Lesung, u.a. einer zur Geschlechtergerechtigkeit in weltkirchlicher Perspektive. Der von Papst Franziskus eingeläutete Prozess einer weltkirchlichen Synode wird den Einsatz von Frauen in Gesellschaft, Politik und Religion und die Kritik an der Gewalt gegen Frauen berücksichtigen müssen – das zeigen die Beiträge der 22 Autorinnen aus 5 Kontinenten. Ordensfrauen, Initiatorinnen und Netzwerkerinnen von kirchlichen Bewegungen, sowie Professorinnen von katholischen Fakultäten erheben in weltweiter Solidarität die Vielfalt ihrer Stimmen, und plädieren für mehr Synodalität und Geschlechtergerechtigkeit. 

Es wird deutlich: Der Blick auf die Weltkirche ist keinesfalls ein Argument gegen die Reformprozesse in Deutschland mit den Forderungen nach mehr Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Zugang von Frauen zu allen Ämtern. Die Forderungen sind von globaler Bedeutung und lohnen eine gemeinsame und offene Diskussion. Die Kirche als weltweite Kraft sollte die Hoffnung der Frauen nicht verspielen, sich für die Werte des Evangeliums von Gerechtigkeit einzusetzen, um Kirche Christi in und mit der Welt zu sein.

Marion Mauer-Diesch

Ute Leimgruber (Hg.), Catholic Women. Menschen aus aller Welt für eine gerechtere Kirche, echter Verlag GmbH Würzburg 2021, ISBN 978-3-429-05653-7

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"... weil Gott es so will" – Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin

Philippa Rath (Hrsg.)

150 Frauen, 150 Berichte! Emotional, ehrlich und ernüchternd sind die Berufungserfahrungen der Theologinnen, Gemeindereferentinnen, Pastoralreferentinnen und Religionslehrerinnen, die alle eins gemein haben: Sie arbeiten in der katholischen Kirche, haben das Wissen, die Kompetenzen und das Engagement für eine weitere Aufgabe innerhalb des Systems. Sie alle hegen den Wunsch Diakonin oder Priesterin zu werden.

Jetzt äußern sich 150 Frauenstimmen. Sie stehen exemplarisch für eine noch größere Zahl an Frauen, die mehr möchten, in einer Kirche, die vor allem von Männern dominiert wird. Ein Blick in die Kirchengeschichte zeigt, dass Frauen führende Aufgaben innerhalb der ersten christlichen Gemeinden hatten, doch bis jetzt, sogar im 21. Jahrhundert heißt es, sich wieder zurückzunehmen und den Wunsch, eine Gemeinde zu leiten oder die Sakramente spenden zu dürfen, ausschließlich im Inneren zu verspüren. In der Ehe braucht es Mann und Frau, um zusammen stark zu sein, so ergibt erst die Ergänzung des Weiblichen mit dem Männlichen ein lebendiges Ganzes, schreibt eine Frau in ihrem Lebenszeugnis. Es wird noch ein weiter Weg sein, bis das „Ganze“ einmal ganz sein darf. Das vorliegende Buch ist sicherlich ein Anfang, ein Erwachen, um der inneren Stimme eine Plattform zu bieten, sich mitzuteilen. Die 150 Erzählungen sind Zeugnisse unterschiedlichster Art und geben den Kampf, die Liebe zur Kirche, aber auch das Leiden an ihr wieder. Leben heißt oft auch Leiden. In der Kirche erleben wir dies genauso, wie im Leben selbst, doch als gläubige Christinnen haben wir in diesem Leiden eine entscheidende Kraft – den Heiligen Geist. Dieser hat sicher die Frauen beflügelt, ihre Geschichten aufzuschreiben. Und wer weiß, was weiterhin entstehen kann…!

Antonia Nettinger

Philippa Rath, „…weil Gott es so will“. Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin,
Herder-Verlag 2021, Gebundene Ausgabe 25,00€, ISBN: 978-3-451-39153-8

Sr. Philippa Rath im Gespräch mit Christoph Heinemann im Deutschlandfunk
https://www.deutschlandfunk.de/katholische-kirche-benediktinerin-rath-bischoefe-muessen.694.de.html?dram:article_id=498649

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Frauen der Bibel begegnen. Figuren gestalten und Andacht halten

Dajana Römer

Der von der evangelischen Pfarrerin Dajana Römer verfasste reizvolle Band lohnt sich zu lesen und für die Arbeit mit Gruppen von Frauen unterschiedlichen Alters anzuschaffen.

In 12 Kapiteln stellt die Autorin bekannte und unbekannte Frauen der Bibel vor, darunter die Gestalt der Frau Weisheit oder der schönen Frau aus dem Hohen Lied oder den Frauen aus der Grußliste des Römerbriefes und verknüpft dabei bibeltheologische Erkenntnisse mit praxisnaher Auslegung und interessanten Bezügen zum Frauenleben heute. Als wesentliches Element und Zugang für die Bibelarbeit bietet sie eine leicht handhabbare Gestaltung der jeweiligen Figuren bzw. der erzählten Begegnungen mit Papierbiegedraht. Die filigranen und transparenten Figuren werden diese mit bedrucktem Papier (alte Gesangsbücher, Bibeltexte, Zeitungsausschnitte) beklebt. Die Anleitungen sind im Buch enthalten und stehen als Download beim Verlag zur Verfügung.

So ist es möglich, die Zielgruppen auf verschiedenen Ebenen anzusprechen und ganzheitlich zu arbeiten.

Kleinere Andachten können entweder im Anschluss an die „Werkphase“ gefeiert werden, oder das Gestalten als anschließende persönliche Vertiefung und Begegnung angeboten werden. Denkbar wäre sogar das Verschicken eines Kreativsets im Vorfeld einer Online-Andacht.

Unter https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/media/pdf/978-3-7966-1802-4.pdf lässt sich ein erster Eindruck gewinnen. 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Marion Mauer-Diesch

Dajana Römer, Frauen der Bibel begegnen. Figuren gestalten und Andacht halten, Schwabenverlag 2021, 16,00€, ISBN: 978-3-796-618-024

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Frauen stören. Und ohne sie hat Kirche keine Zukunft

Katharina Ganz

Frauen stören? Ja, Frauen müssen stören, um die katholische Kirche in Bewegung zu bringen. Unübersehbar ist, dass auch die Ordensfrauen eine gewichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, für gleiche Würde und Gleichberechtigung von Frauen einzutreten und die unterschiedlichen Kirchen-Frauen zu vernetzen. Die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen und promovierte Pastoraltheologin Katharina Ganz nimmt die Leser*innen in ihrem Beitrag zur Diskussion um die Rolle der Frauen zu verschiedenen Stationen und Orten des Aufbruchs mit: als Ordensfrau auf die 2016 und 2019 stattfindenden Tagungen der Generaloberinnen in der Begegnung mit Papst Franziskus und der kritischen Wahrnehmung seines Pontifikates in der Zuspitzung der Frauenfrage, als Erforscherin der eigenen noch relativ jungen Ordensgeschichte und deren Gründergestalt Antonia Werr, die bis heute für die Oberzeller Franziskanerinnen als Impulsgeberin aktuell ist, und als Mitglied des Synodalen Forums „Frauen in Diensten und Ämtern“. Die dort diskutierten Fragestellungen und Herausforderungen fasst sie bündig und auf dem neuesten Stand zusammen, benennt die notwendigen Veränderungen klar und fordert zur konsequenten Umsetzung auf. Eine Kirche ohne Frauen in allen Entscheidungsfunktionen hat keine Zukunft.

Das Buch ist vor allem im Hinblick auf die Auseinandersetzung einer Ordensfrau interessant, die sich keine Kirche vorstellen kann, die sich nicht vollständig in die Welt inkarniert. Als Beispiel nennt sie das kluge und unnachgiebige Vorgehen von Antonia Werr (1813-68), der es gegen zahlreiche Widerstände gelang, ihr humanes und evangeliumsgemäßes Ziel,  entlassenen Straftäterinnen einen Neuanfang mithilfe von kirchlicher und staatlicher Unterstützung zu ermöglichen und sie in ihrem Menschsein zu fördern. Als alleinstehende Frau stellte sie sich solidarisch den Verwundbarkeiten dieser Frauen, bereitete diese auf die Beichte vor (!) und erkannte dadurch die menschlichen und gesellschaftlichen Abgründe aus denen heraus deren Not entstand. Die Wertschätzung für die Gründerin, aber auch die kritische Aufarbeitung mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund, bei dem die Wahrnehmung der betroffenen Frauen in ihrer Selbstbestimmung häufig nicht ausreichend in den Blick kam, hat mich am stärksten beeindruckt. Ebenso spannend lesen sich die beiden Schlusskapitel des 3. Teils, wo sie den Aufbruch der eigenen Ordensgemeinschaft zur Formulierung einer geschlechtergerechten Kirche beschreibt, sowie eine im Wortlaut gehaltene Rede zum Umgang der Kirche mit gleichgeschlechtlichen Lebensformen. Interessant die Sicht, dass gerade in der gemeinsamen Minderheitenposition zum Thema Sexualität sich Solidarität einstellt. Ein Buch, das durch die Ehrlichkeit und das spürbare Engagement für eine Kirche, die im Umgang mit ihren Mitgliedern und den Ressourcen aus dem Geist Jesu Christi genährt ist, sich zur Lektüre empfiehlt und zur eigenen Positionierung auffordert.

Marion Mauer-Diesch

Katharina Ganz, Frauen stören. Und ohne sie hat Kirche keine Zukunft, echter Verlag, 2021, 16,90€, ISBN: 978-3-429-05623-0

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Frauen in der Kirche. Zwischen Entmächtigung und Ermächtigung

Margit Eckholt

Margit Eckholt, Jahrgang 1960, ist seit 2009 Professorin für Dogmatik mit Fundamentaltheologie am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück. Davor war sie Professorin an der Philosophisch- Theologischen Hochschule Benediktbeuern. Sie ist Mitglied des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern“ im Synodalen Weg und hat an den „Osnabrücker Thesen“ mitgearbeitet. Außerdem ist sie langjährig weltkirchlich engagiert und vernetzt, insbesondere mit Lateinamerika.

Auf knapp 80 Seiten versteht sie es, den derzeitigen Stand der Diskussion über die Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen innerhalb der katholischen Kirche aufzuzeigen. Frauen in der Kirche bewegten sich zwischen den Polen von „Entmächtigung“, also der Befreiung von dem, was ihnen auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Status immer noch an Unterdrückung und Unfreiheit als „andere Wesen“ entgegenweht, und „Ermächtigung“. Diese Ermächtigung geschieht ihrer Ansicht nach durch die neuen Frauenbewegungen, die auf  die in der Taufe von Gott grundgelegten gleichen Würde aller pochen, durch den synodalen Weg  und die starken Argumente für ein empowerment aufgrund einer neuen Sicht auf die sakramentale Struktur der Kirche: wenn z.B. theologisch und lehramtlich umgesetzt wird, was auch weltkirchlich de facto in der praktizierten Übernahme von Funktionen von Diensten und Ämtern der Kirche durch Frauen schon geschieht.

Ihre These: Vor den verschlossenen Türen zu neuen Räumen der Geschlechtergerechtigkeit findet gerade eine Art unumkehrbarer Prozess statt, bei der die Vertreter derer, die am Alten festhalten, durch den Kampf mit Windmühlen, dem Neuen zum Durchbruch verhelfen. (S. 78)

Sie spannt einen Bogen von der Reich-Gottes-Botschaft Jesu über die ersten Gemeinden und frühen Ämter, über die Rolle der Mystikerinnen bis hin zur beginnenden Neuzeit mit den Ordensfrauen in der Mission. Immer wieder waren es Frauen, durch die geistgewirkte Aufbrüche in der Kirche stattfanden, in der Wahrnehmung von Not, der Weitergabe des Glaubens und des Bildungsauftrags durch Frauengemeinschaften bis in das 20. Jh. hinein. Mir gefällt, dass sie die Rolle der bisher meist übersehenen missionarischen Frauenorden des 19. Jh., ausdrücklich würdigt. Auch die Frauenverbände, die sich in dieser Zeit gründen, stehen für die Wahrnehmung der sozialen Frage und der Bildung für Frauen, Ellen Amann wird dabei als wichtiges Beispiel erwähnt. 

Besonderen Augenmerk legt Eckholt auf die Weiterentwicklung einer Sakramententheologie und das konsequente Durchdenken einer diakonischen sakramentalen Struktur der Kirche. Es gehe ihr darum, „die vielen Gesichter von Frauen „sichtbar“ zu machen und damit die faktische Christusrepräsentanz, die sich in ihren vielfältigen Diensten ereignet und der ein offizieller Raum in der kirchlichen Ämterstruktur zu eröffnen ist“ (S.70) 

Ein Buch, das zum Austausch einlädt. 

Marion Mauer-Diesch

Margit Eckholt, Frauen in der Kirche. Zwischen Entmächtigung und Ermächtigung, Franziskanische Akzente, echter 2020, Hardcover €8.90, ISBN 978-3-429-05482-3

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Findelkind

Eva Maria Bauer

Wer waren die, von denen ich abstamme? – Eine Frage, die sich wohl alle Menschen im Laufe ihres Lebens stellen. Das Interesse an der eigenen Familiengeschichte wurde in der Autorin dieser ganz besonderen Münchner Frauengeschichte(n) geweckt, als sie durch Gespräche mit ihrer in die Demenz abgleitenden alten Mutter über das Wenige, das vom Leben ihrer Urgroßmutter bekannt war, ins Nachdenken kam. Ein Findelkind sei sie gewesen, diese Anna Maria Burkmaier, der man nach Auffinden in einem Körbchen auf den Stufen einer Münchner Kirche den Nachnamen Körblin gab, wie das damals bei ausgesetzten Kindern so üblich war: Der Findeort (hier: in einem Korb) bestimmte den Namen.

Wie fantasievoll Eva Maria Bauer schreiben kann, hat die ehemalige Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde schon als Autorin des Jugendbuchs „Der magische Skarabäus“ bewiesen. Unter dem Pseudonym Eva Marebu nimmt sie darin junge Menschen mit auf eine Zeitreise ins alte Ägypten. Nun lädt sie erneut ein zu einer Zeitreise, die diesmal in München um 1850 beginnt. Geschickt verbindet Bauer Ereignisse aus ihrer eigenen Familiengeschichte mit historischen Fakten aus der Geschichte der Isarvorstadt und spinnt das Ganze fiktiv ein in einen spannenden Frauenroman, dessen verbindender Erzählstrang vier Generationen an Schauplätzen wie Flaucher, Schlachthofviertel, Theresienwiese und Reichenbachbrücke vorstellt. Raffiniert gegliedert sind die Episoden aus der Vergangenheit durch „Mutter-Momente“: berührende, teils auch sehr heitere Gesprächsfragmente aus der Zeit, in der Bauer und ihre fünf Geschwister sich abwechseld um die demente Mutter kümmerten.

Sie müssen kein Münchner Kindl sein, um Gefallen an diesem mit viel Sprachgefühl verfassten Roman zu finden.

Eva M. Bauer: Findelkind, Stroux Edition 2020 ISBN-13: 9783948065089,Hardcover, 22 EUR

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Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky

Der 2017 veröffentlichte Roman von Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“  stand 65 Wochen lang auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde zum „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ Buchhändler gekürt. Für mich im neu erschienenen Taschenbuchformat das erste Buch, in das ich seit langem wieder richtig eintauchen konnte. Die Handlung, die sehr überschaubar in drei Zeitebenen mit immer denselben Charakteren in einem Westerwälder Dorf spielt, passte so recht in diese Corona-Zeit, in der erfahrbar wurde, dass manches  Gute auch ganz nah sein kann.  

Doch zur Handlung.

Die Hauptprotagonistinnen sind Selma und Luise. Anders als ihre Namensverwandten Thelma und Louise aus dem gleichnamigen amerikanischen Roadmovie von 1991 zieht es die beiden nicht aus ihrer gewohnten Umgebung weg, hinein in radikale Abenteuer. Das Leben kann selbst in einem kleinen Dorf aufregend und voller nicht absehbarer Überraschungen sein. Selma ist die Großmutter von Luise, der Icherzählerin, die mit 10 Jahren den tragischen Verlust ihres besten Freundes verschmerzen muss.  Aus Kummer verfällt Luise in Selmas Arm in einen derart tiefen Schlaf, dass ihre Großmutter sie tagelang mit sich herumtragen muss. Die Autorin  spielt den Gedanken durch, was das eigentlich heißt: jemanden durch eine schwere Zeit tragen. Überhaupt stellt die Großmutter eine stabile Größe im Leben der Enkelin dar, deren Eltern sich auf ihre Weise am Leben reiben und zeitgleich mit ihrer Tochter erwachsen werden.  Zwischen den beiden Figuren Selma und Luise spannt sich ein großes Beziehungsnetz aus, das skurrile, aber auch ganz gewöhnliche Menschen an diesem Ort vereint, aus verletzten, suchenden, sympathischen und nervigen Existenzen besteht. Als Beispiel steht ein Optiker, der in Selma verliebt ist, aber zeit seines Lebens nicht die richtigen Worte findet für das, was diese eh schon weiß.

Mit 22 trifft Luise, die den Beruf der Buchhändlerin lernt, auf Frederik, einen buddhistischen Mönch, der ausgerechnet im Westerwald auf einem Retreat ist. Doch die Wege dieser Liebe sind kompliziert und es wird noch eine Zeit dauern, die es zu einem Happy End braucht.

Im Prolog beschreibt die Autorin das Phänomen des „Nachsehens“, der Eindruck des gerade gesehenen Bildes, das auf der Netzhaut bleibt, wenn das Auge von Licht übergeblendet wurde – ein nachhaltiger Eindruck, der bleibt – wenn das, was man lange ansieht, etwas Bedeutsames war. 
Die Stärke des Buches liegt darin, wie es der Autorin gelingt, menschliche Beziehungen zu charakterisieren und deren Gelingen in Abhängigkeit von Verbundenheit  und Nachsicht zu beschreiben. Vermutlich ist es das, was mich so angesprochen hat, denn erfahrungsgemäß bedürfen wir alle dieser Nachsicht, christlich übersetzt Barmherzigkeit, im Umgang miteinander. „Was man von hier aus sehen kann“  veranschaulicht eine bescheidene, aber auch hilfreiche Haltung dabei.

Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann, DuMont Buchverlag Köln,
Taschenbuchausgabe 2019, ISBN: 383216457X


Marion Mauer-Diesch

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Fünf Tage im Mai

Elisabeth R. Hager

An fünf Maitagen in einem Zeitraum von 18 Jahren erzählt Illy aus ihrem Leben: am Tag ihrer Erstkommunion, die eigenlich keine ist und ihre Zweitkommunion hätte werden können; an zwei Tagen ihrer Jugend, als die erste Liebe in der Katastrophe endet; an zwei Tagen als Kunststudentin, die zurückkehrt in die alte Heimat, das kleine Dorf in Tirol, um im Zeitraffer viel zu lernen über Lieben und Verantwortung, über Schuld und Trauer, über Lebensmut und Lebenslust. An allen Tagen ist Illys wichtigste Bezugsperson der sture Urgroßvater, von ihr liebevoll Tat’ka genannt, der zwar als ältester Mann im Dorf eigenltich ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten ist, der aber dennoch ihr Vorbild und Lehrmeister wird für all das, was wirklich wichtig ist im Leben, indem er sich selbst ins Herz schauen lässt. Berührend sind die Augenblicke, in denen die beiden ihre größten Geheimnisse teilen – auch die dunklen.

Der österreichischen Autorin gelingt es, nicht nur die Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren durch meisterhafte Perspektivwechsel nahe zu bringen, sondern auch viel Tiroler Flair einzufangen. Mancher Ausspruch im Dialekt mag deshalb anfänglich gewöhnungsbedürftig sein, doch schnell wird klar: Er gehört zu den beiden Menschen wie die bergige Landschaft. Erstaunlich ist, wie gut Hager es versteht, die Sprache dem jeweiligen Lebensalter anzupassen. Sie reicht von kindlich-naiven Satzfragmenten über eher derben Teenager-Jargon bis hin zu antiquierten Formulierungen. Trotz des Gewichts der Lebensthemen überwiegt am Ende das Frohmachende, die Herzenswärme, die Zuversicht.

Ein faszinierendes Werk, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, bis auch das letzte Geheimnis gelüftet ist!

Elisabeth R. Hager: Fünf Tage im Mai, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2019
Buch/Hardcover: 20,00 EUR, ISBN: 9783608115857
eBook: 15,99 EUR, ISBN: 9783608962642


Irmi Huber

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Der Zopf

Laetitia Colombani

Als ‚Feminismus light‘ charakterisierte eine Tageszeitung den Debütroman der 1976 geborenen, französischen Autorin, Schauspielerin und Filmemacherin Laetitia Colombani – zu unrecht , denn leichte Lektüre ist dieser Roman nicht. Er geht unter die Haut, erschüttert, wühlt auf.

Was verbindet eine indische Mutter und ihre Tochter, die als Unberührbare keiner Kaste angehören und daher den niedrigsten Rang in der Gesellschaft einnehmen, mit einer italienischen Perückenmacherin, die die Leitung des Familienbetriebs in einer schweren Krise übernehmen muss, und einer krebskranken Juristin in Montreal? Der Buchtitel verrät bereits: das drei Kontinente verbindende Element sind Haare. Strähne für Strähne wird aus den Frauenschicksalen ein literarisch meisterlich geflochtener Zopf, der am Ende offen hängen bleibt – wie die Schicksale.

Kurz nachdem der Roman 2017 in der französischen Originalausgabe erschienen war, hatte man ihn auch schon in 28 Sprachen übersetzt. Die Autorin ist inzwischen mehrfach preisgekrönt. Die Filmrechte  sind vergeben. Und die Schar der Fans wächst.

Laetitia Colombani: Der Zopf. Roman. Übersetzt aus dem Französischen von Claudia  Marquardt.
S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2018. 285 Seiten, 20,00 EUR. ISBN-13: 9783103973518

Irmi Huber

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Ellen Ammann. Frauenbewegte Katholikin

Adelheid Schmidt-Thomé

Ihre Werke kennen sehr viele Menschen, ihren Namen nur wenige, denn Ellen Ammann, vielleicht die wirkmächtigste Gestalt der Katholischen Frauenbewegung, blieb zeitlebens unscheinbar und bescheiden. 1890 heiratete die 20-jährige Schwedin Ellen Sundström nach München, wurde katholisch und begann trotz rasch wachsender Familie, sich karitativ zu engagieren. Schritt für Schritt gestaltete die Pionierin der Frauensozialarbeit ihre Wahlheimat Bayern mit, setzte – getragen von einem tiefen Glauben an Jesus Christus – brillante Ideen um, motivierte unzählige Mitstreiter*Innen und formulierte Leitgedanken, die noch heute Gültigkeit haben. Vor gut einem Jahrhundert wurde sie als eine der ersten Frauen in den Landtag des jungen Freistaats gewählt. Sie gilt als Gründerin der Münchner Bahnhofsmission, des Mädchenschutzvereins (der sich heute INVIA nennt), des Münchner Zweigvereins des Katholischen Frauenbunds, der Katholischen Hochschule für Sozial-, Pflege- und pädagogische Berufe – und der Vereinigung katholischer Diakoninnen. Auch die Gründung der Polizeiseelsorge geht auf ihre Initiative zurück. Ihrer politischen Weitsicht ist sogar die Niederschlagung des Hitler-Putsches zu verdanken.

Unglaublich, wie viel Bewegung von ihr ausging, wie viele Menschen sich von ihr bewegen ließen und wie bewegend heute noch das Wirken dieser Frau ist, deren einprägsames Motto durchaus eine allgemeingültige Richtschnur für effektives Handeln sein könnte: „Nichts Außergewöhnliches, aber das Gewöhnliche außergewöhnlich gut!“

Im Juli jährt sich Ellen Ammanns Geburtstag zum 150. Mal. Rechtzeitig erschien nun ihr zu Ehren in der Reihe kleine bayerische biografien eine kurzweilige, hochspannende und ergreifende Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte im Buchhandel, deren Titel sie bereits als „frauenbewegte Katholikin“ würdigt. Die Autorin Adelheid Schmidt-Thomé ist keine Unbekannte, denn sie initiierte als Historikerin, Germanistin und freie Lektorin vor einigen Jahren mit großer Leidenschaft das Projekt „Vergessene Münchnerinnen“.

Adelheid Schmidt-Thomé: Ellen Ammann. Frauenbewegte Katholikin, Verlag Friedrich Pustet, München 2020
Buch/Softcover EUR 14,95, eBook EUR 11,90, ISBN 978-3-7917-3128-5

Irmi Huber

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Wie ein Gebet sei mein Leben. Ein Impuls-Tage-Buch zum Lesen und Schreiben

Andrea Schwarz

40 Impulse, was Beten alles sein kann. Die Verben, „Tuworte“, wie es früher hieß, sind alltäglich: hinschauen, ordnen, handeln, suchen, finden, unterscheiden, atmen, singen – und viele mehr. Die Autorin schlägt über diese Handlungen und Haltungen eine Brücke zu einer Dimension, die den Alltag unterbricht und übersteigt, und lädt ein, diesen Beziehungsraum zu entdecken. 

In ansprechender Form als Tagebuch mit Gummiband und Platz für eigenes Schreiben gestaltet, ist das neu erschienene Buch der bekannten spirituellen Autorin Andrea Schwarz ein anregender Begleiter, sich achtsamer für eine bestimmte Zeit auf den Weg zu machen. Das kann die Fastenzeit sein, muss aber nicht. 40 Tage, dafür bekommen wir in Corona-Zeiten ein ganz gutes Gefühl, sind eine nicht gerade kurze, aber überschaubare Zeit, in der sich etwas in der Beziehung zur Welt, zu sich selbst und zu Gott entwickeln, wachsen und wandeln kann.

Unter dem Begriff „träumen“ findet sich folgendes Gebet der Autorin

Jetzt

um
wirklich
zu werden

braucht
eine
Vision

viele Träume
verrückte Ideen
und Beharrlichkeit

was leicht aussehen mag
ist Ergebnis harter Arbeit
vieler Gedanken

ist Frucht des Gebets
Tanz des Lassens
Zärtlichkeit des Seins

was
sich
ergibt

ist
weil es
war

und
weil es
sein wird

(S. 86)

Die Stärke des Buches liegt in den frischen Gedanken und Anstößen, die die Autorin den Verben gibt, wie sie biblische Texte und Gebete anderer Autor*innen mit ihren eigenen zu einem roten Faden für den Tag verknüpft. Dabei entwickelt sich eine überraschende Dynamik und Intensität, geht es am Ende von „tragen“, „trauen“, „wandeln“, zum „werden“ und „sein“.

Das Gebet hat große Kraft, es macht frei und lebendig, wie schon Mechthild von Magdeburg wusste. Oder, wie es Andrea Schwarz formuliert: „…das Gebet kann mir jetzt die Kraft schenken, den Dingen, einer Situation oder anderen Menschen keine Macht über mich zu geben. Im Gebet kann sich eine neue und andere Dimension meines Lebens eröffnen“ (S. 172).  

Das Impulstagebuch ist eine überarbeitete Neuausgabe des 2002 unter demselben Titel erschienenen, ursprünglich als Begleiter für Exerzitien im Alltag gedachten Buches der Autorin, das rasch vergriffen war. Im hinteren Teil finden sich deshalb Anleitungen, wie mit den Impulsen umgegangen werden kann, Vorschläge zur Einbindung in den Tagesrhythmus mit Gebeten zum Einstieg und abendlichen Ausstieg. Wer schon einmal an Exerzitien im Alltag teilgenommen hat, wird hier viel Bekanntes finden, und hier kann die Rezensentin nicht auf einen Kritikpunkt verzichten:   

Die Aufmachung des Buches mit dunkelrosa Einband und Blümchengrafiken in den Innenseiten spricht deutlich eine weibliche Leserschaft an: Dafür hätte sich die Rezensentin mehr Bezugnahme auf weibliche Autorinnen gewünscht, ebenso eine Gebetssprache, die eine größere Vielfalt an Gottesbildern- und anreden entfaltet, und lieber mehr von der Autorin selbst verfasste Gebete.

Wenn an dieser Stelle das Buch dennoch ausdrücklich empfohlen werden kann, liegt es an dem persönlichen Gewinn, den die Rezensentin in dieser Fastenzeit durch die Lektüre und Aufnahme der täglichen „Seelennahrung“ gemacht hat und diese Erfahrung gerne teilt.

Andrea Schwarz, Wie ein Gebet sei mein Leben. Ein Impulstagebuch zum Lesen und Schreiben, Patmos  1. Auflage 2020 ISBN/EAN 978-3-8436-1068-1, 18 Euro.

Marion Mauer-Diesch

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Das Fenster nach Süden. Spiritualität des Alltäglichen

Maike de Haardt

„Das Fenster nach Süden“ ist keine Unterhaltungsliteratur, auch keine Kampfschrift, obwohl von einer feministischen Professorin verfasst. Es ist ein kleines, aber feines philosophisch-theologisches Werk, das aufmerksam macht für die Gegenwart des Göttlichen im Alltag. Die Autorin Maaike de Haardt hatte von 1999 bis 2018 den von Catharina Halkes geprägten Lehrstuhl für Religion und Gender in Nimwegen übernommen. Parallel dazu war sie drei Jahrzehnte lang Dozentin an der theologischen Fakultät der Universität Tilburg. Nun – im Ruhestand – schrieb sie auf rund 150 Seiten leise, unaufgeregt und ohne den Anspruch, alles wissenschaftlich mit Fußnoten belegen zu müssen, ihre Gedanken über die Spiritualität des Alltäglichen nieder. Mit der Weisheit des Herzens, die Frauen mit viel Lebenserfahrung für eine Gesellschaft so wertvoll machen, verweist sie auf die Spuren des Göttlichen in unserem Lebenshaus. De Haardt nimmt uns mit durch die Räume: durch Wohnzimmer, Küche, Esszimmer, Studierzimmer und Schlafzimmer. Auch der Weg durch den Garten fehlt nicht. Das letzte Kapitel, Wohnen in der Stadt, bezieht sich auf ihre jüngste Forschungsarbeit.

Dabei ignoriert sie nicht das feministische Misstrauen gegenüber den Begriffen Haus und Heimat, schließlich wurde unserem Geschlecht durch die Verknüpfung von Frau, Haus und Heim Jahrtausende lang der Weg in die Welt versperrt. Doch sie wählt freundliche, versöhnliche Worte: Das Haus, durch das sie geleitet, ist ein zur Welt hin offenes. Offen auch für das göttliche Geheimnis, das aufblitzt im Alltäglichen. Wenn sie im Esszimmer ihr „Tässchen Trost“ serviert, erinnert das ein bisschen an den Befreiungstheologen Leonardo Boff, der in den 70-ern des vergangenen Jahrhunderts in seiner „Kleinen Sakramentenlehre“ nicht weniger charmant das „Sakrament des Wasserbechers“ kredenzte.

Das Buch ist nicht geeignet als Gute-Nacht-Lektüre, dafür ist es zu anspruchsvoll. Doch bei einer Tasse Tee oder Kaffee in ruhigen Stunden mit einem wachen Geist genossen, rührt es das Herz an.

Maike de Haardt: Das Fenster nach Süden. Spiritualität des Alltags, Verlag Herder, Freiburg/Basel/Wien 2020, ISBN 978-3-451-38698-5, Gebunden: EUR 20,00, E-Book: EUR 15,99

Irmi Huber

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Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen. Wie Frauen die Welt veränderten

Ingvild Richardsen

Was verbirgt sich hinter diesem auf den ersten Blick provokant wirkenden Titel und Cover? Nein, hier wird nicht von gesellschaftlichen Ausschweifungen berichtet. Ganz im Gegenteil. Die Autorin, bekannt als Kuratorin der Ausstellung „Evas Töchter“ in der Monacensia, beschäftigt sich mit einem interessanten Zeitabschnitt des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als ein zentrales Kapitel deutscher Emanzipationsgeschichte in München seinen Anfang nahm. Fundiert und sehr genau recherchiert berichtet sie über den Beginn der sogenannten Frauenbewegung, die ihren Höhepunkt 1899 beim 1. Bayerischen Frauentag fand.

Wir erfahren, wie sich Frauen aus gebildeten Kreisen über Religions- und Konfessionsgrenzen hinweg vernetzten, um sich für die rechtliche Gleichstellung der Frauen in allen Bereichen stark zu machen. Ihr Engagement galt in besonderer Weise den Mädchen und Frauen der weniger privilegierten Gesellschaftsschichten.

Nicht nur bekannte Namen wie Anita Augspurg und Sophia Goudstikker begegnen uns, sondern auch eine ganze Reihe von Frauenrechtlerinnen und Schriftstellerinnen, die zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Auch einflussreiche Männer aus Politik, Wirtschaft und Kunst wie der Dichterphilosoph Max Haushofer und der Jugendstilkünstler Hermann Obrist unterstützten die Aktivitäten der Münchner Frauenbewegung.

Nach dieser erhellenden Lektüre drängen sich Fragen auf: Was haben wir diesen Frauen und ihren Unterstützern zu verdanken? Wie konnten sie so sehr in Vergessenheit geraten? Was haben wir Frauen bis heute erreicht? Und was würden uns die Frauen von damals raten?

Am Ende steht die Erkenntnis: Zum Ziel werden wir nur kommen, wenn wir die Männer zu Verbündeten machen.

Ingvild Richardsen: Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen. Wie Frauen die Welt veränderten,Fischerverlage, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-10-397457-7, Hardcover EUR 22,00 - E-Book EUR 18,99.

Brigitte Heberle

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Das Tagebuch der Maria Walser. München 1865-1914

Eva Graf / Christine Rädlinger

Wer über Münchner Frauen um 1900 noch mehr erfahren möchte, kann sich mit den Lebenserinnerungen einer Frau aus dem gehobenen Bürgertum in die Prinzregentenzeit versetzen lassen: 1874 erbte die erst zwölfjährige Maria Walser eine Mühle im Lehel. Sie erlebte erfolgreiche Jahre und Wohlstand, aber auch die Grenzen, die einer Frau des Bürgertums gesetzt waren. Sie durchlitt den Niedergang des Handwerks mit Fortschreiten der Industrialisierung und verfolgte mit Frauenaugen den politischen Weg in den Ersten Weltkrieg. Ihr faszinierendes Porträt aus dem Alltagsleben mit dem Titel „Bachauskehr“ war lange Zeit vergriffen und wurde nun als vierter Band der Reihe „Vergessenes Bayern“ neu aufgelegt als ein literarischer und mit vielen Schwarz-Weiß-Aufnahmen aufschlussreich illustrierter Spaziergang durch das "alte München", besonders das Lehel und die Gegend um die Praterinsel.

Eva Graf / Christine Rädlinger (Hrsg.): Das Tagebuch der Maria Walser. München 1865-1914. Volk Verlag, München 2019, Bd. 4 der Reihe "Vergessenes Bayern", EUR 19,00.

Brigitte Heberle

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Frauen, die lesen, sind gefährlich
Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug

Stefan Bollmann

Lesende Frauen – auf den ersten Blick etwas Harmloses, manchmal sogar Idyllisches – und ein beliebtes Motiv in der Kunst quer durch die Epochen. Kann es auch etwas Gefährliches sein? Der Germanist, Historiker und Philosoph Stefan Bollmann behauptete dies 2005 in einem Buch, das zum Bestseller wurde. Dass er sich trotzdem 2014 traute, eine bekanntermaßen lesende Frau, Elke Heidenreich, um ein Vorwort für dir Neuauflage zu bitten, zeigt, dass er kluge Frauen wertschätzt – und sie nicht wegen ihrer Gefährlichkeit fürchtet.

Elke Heidenreich konstatiert gleich zu Beginn:

„Auf den Scheiterhaufen der Inquisition brannten vorwiegend Frauen und Bücher. (…) Frauen, die lesen und schreiben konnten, die etwas wussten, und Bücher, in denen dieses Wissen stand, die waren gefährlich.“

[Elke Heidenreich im Vorwort zu Stefan Bollmann: Frauen die lesen sind gefährlich, S. 12., Insel Taschenbuch, München, 2. Auflage 2014]

Wissen ist Macht. Und wer teilt schon gerne Macht. Von der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) stammt der Aphorismus:

„Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt“.

[in: Marie von Ebner-Eschenbach: Schriften Bd. 1, Berlin: Paetel, 1893, S. 61 (Nr. 41)]

Die Frauenfrage, das ist der Diskurs rund um die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen in der modernen Gesellschaft. Als Hauptmerkmale einer modernen Gesellschaft gelten Industrialisierung, Demokratisierung und – Alphabetisierung! Wer alphabetisiert ist, kann sich selbst Zugang zu Bildung verschaffen. Gefährlich – zunächst einmal für Frauen: Bollmann zitiert nicht ohne Augenzwinkern Philosophen und Pädagogen des 18. Jahrhunderts, die vor einer Erschlaffung des weiblichen Körpers, Probleme mit dem Verdauungstrakt, Störung des Geschlechtsempfindens und schließlich einem frühen Tod aufgrund des Lebensüberdrusses und des körperlichen Verfalls warnten. Gefährlich aber auch für die Gesellschaft: Lesende Frauen würden zu unsittlichem Handeln verführt, zur Faulheit, zur Widerspenstigkeit. Sie könnten Dinge falsch verstehen, könnten unsinnige Theorien entwickeln oder auf Fakten emotional reagieren. In den Familien wäre der Teufel los. Frauen könnten womöglich eine eigene Meinung entwickeln, abweichend von der des Vaters oder des Mannes. Das brächte nur Zank und Streit ein.

Wenn Sie wissen wollen, warum gerade heilige Frauen trotzdem schon ab dem 15. Jahrhundert häufig mit einem Buch in der Hand dargestellt wurden, welchen Einfluss die Reformation auf die Alphabetisierung der Frauen hatte und weshalb bis in die Neuzeit vor allem die stumm Lesende als wenig fromm eingestuft wurde, dann lassen Sie sich am besten von Bollmann auf seinem Streifzug durch die Galerien der Welt mitnehmen.

Das gleichermaßen unterhaltsame und informative Buch ist in verschiedenen Ausgaben sowohl bei Suhrkamp als auch im Elisabeth Sandmann Verlag erhältlich und trotz der reichhaltigen Farbbebilderung sehr günstig.

2010 erschien ein Folgeband unter dem Titel „Lesende Frauen sind gefährlich und klug“. Neben den nachstehenden Taschenbuch-Ausgaben gibt es im Buchhandel noch weitere, auch in gebundener Form.

Stefan Bollmann: Frauen, die lesen, sind gefährlich, Insel TB, München, 2. Auflage 2014
EUR 9,95, ISBN 978-3-458-35958-6
Stefan Bollmann: Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug, Insel TB, München, 2. Auflage 2014
EUR 9,95, ISBN 978-3-458-36028-5

Irmi Huber

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Schöpfungswonne

Hanna Strack

Eine Theologie des Blühens
Mit einem Beitrag zu Hildegard von Bingen


Wir begleiten Hanna Strack auf ihrer Entdeckungsreise zu einer Theologie des Blühens. Das Christentum gilt als Erlösungsreligion, in deren Zentrum Vergebung von Sünde und Schuld steht. Dagegen findet die Theologin die Symbolik des Blühens in beiden Testamenten der Bibel, im Kreuz als Lebensbaum und in der Tradition des Christentums. Die Reise führt zu einer Weltsicht, die mit dem umfassenden Begriff der Schöpfungswonne zum Ausdruck kommt. Angesichts der Herausforderung, die Erde für die Menschen zu erhalten, ist das Buch von aktueller Bedeutung. Es ist das Vermächtnis einer engagierten Theologin.

Pastorin i. R. Hanna Strack, geb. 1936, ist bekannt durch Segenstexte, FrauenKirchenKalender, Bücher zur Spiritualität von Schwangerschaft und Geburt. www.hanna-strack.de


AT Edition: 11,59 €, ISBN 978-3-89781-259-8
AT Edition: Fresnostr. 2, 48159 Münster, Tel. 0251/20079610

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Titelbild: Claudia Nitsch-Ochs

Das Göttliche - Frauen suchen und finden

Gedanken und Kunst von Frauen aus aller Welt

Texte und Bilder in diesem Büchlein sind Zeugnisse von Frauen rund um den Globus, die nach Gott suchen und einen Ausdruck ihres selbstbewussten Glaubens wagen. Darüber hinaus ermutigen die Autorinnen und Künstlerinnen zur eigenen Gott-Suche. Das reich bebilderte Büchlein eignet sich hervorragend als kleines Geschenk.

Hg.: missio München, missio Aachen und KDFB Landesverband Bayern e. V., 60 Seiten, 21 x  21 cm, broschiert, mit farbigen Abbildungen.

Bestellungen:
unter der Bestell-Nr. 310861 an
missio Shop und Service GmbH
Telefon 089 / 51 62-620
E-Mail: info(at)missio-shop.de
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