Frauenseelsorge

Erzdiözese München und Freising

Frauenbewegungen aktuell

Ordensfrauen für Menschenwürde

Wir sind eine Gruppe von Ordensfrauen aus überwiegend internationalen Gemeinschaften aus München und Umgebung. Dazu gehören:


Wir erheben unsere Stimme…

FÜR die Würde eines jeden Menschen

  •   Für ein geschwisterliches Miteinander
  •   Für das Recht der Schwächeren
  •   Für Respekt und Dialog
  •   Für Gewaltfreiheit

FÜR Solidarität mit den geflüchteten Menschen

  •   Für Kirchenasyl
  •   Für Bekämpfung der Fluchtursachen
  •   Für Klimaschutz
  •   Für einen Stopp der Waffenexporte

FÜR Reformen in der Kirche

  •   Für ein gleichwertiges Miteinander von Frauen und Männern
  •   Für die konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsfällen
  •   Für eine überfällige Überarbeitung der kirchlichen Sexuallehre
  •   Für die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und Funktion

 

Sr. Karolina Schweihofer von den Missionarinnen Christi, die Leiterin der Gruppe, nahm am 22. Juli 2018 in München gemeinsam mit zwei Mitschwestern an der Demonstration #ausgehetzt – gemeinsam gegen eine Politik der Angst teil. Dabei traf sie sechs Missionsbenediktinerinnen aus Tutzing.

Von dieser Erfahrung – Ordensfrauen zeigen öffentlich ihre Meinung - war sie so angeregt, dass sie eine Woche später in einem offenen Brief, der über die Vereinigung der Geistlichen Schwestern des Erzbistums München-Freising verbreitet wurde, schrieb: „Als Ordensleute, die wir ausdrücklich versprochen haben, Jesus Christus nachzufolgen und sein Evangelium zu leben und zu verkünden, sind wir aufgerufen, einer Sprache der Ausgrenzung die Sprache und Botschaft Jesu entgegenzusetzen. Seine Sprache ist die Liebe. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir uns zusammenschließen und gemeinsam auftreten.“

Die Reaktionen auf diesen Brief waren überraschend positiv und zahlreich. So trafen sich im September 2018 sechs Schwestern zu einem ersten Treffen.

Einige aus der Gruppe und weitere Ordensfrauen nahmen an verschiedenen Demos teil, beispielsweise einer Demo für Flüchtlinge, für Respekt vor allen Lebensformen, für Frauenrechte oder für Europa. Die Gruppe beteiligte sich an der langen Nacht für die Demokratie. Die Resonanz war für die beteiligten Ordensfrauen durchweg erfreulich und aufbauend.

Im April 2019 erfolgte ein öffentliches Gebet in der City von München vor der St.-Michael-Kirche. Dieser Auftritt wurde von den Medien sehr beachtet. Seit Jan. 2020 wird einmal im Monat das sog. „Donnerstagsgebet“, ein Gebet aus dem Benediktinerinnenkloster Fahr in der Schweiz, gebetet.

Das bisher größte öffentliche Ereignis war eine Kundgebung mit anschließender Frauenwallfahrt zum Dom am internationalen Frauentag, dem 08. März 2020 vor der Bürgersaalkirche in München. Über 300 Personen hatten sich versammelt und zeigten damit ihre Zustimmung und Unterstützung der Reformforderungen der Ordensfrauen. Auch die beiden großen Frauenverbände, die kath. Jugend und die Münchner Reformgruppen zeigten ihre Solidarität.

Die Gruppe möchte aufmerksam sein und sich einsetzen, wo Menschen in ihrer Würde eingeschränkt oder verletzt werden, so wie es Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si sagt: … „wir wollen auf den Schrei der Armen und den Schrei der Erde hören“.

Auch gegen Schwachstellen in der Kirche erhebt sie ihre Stimme und bringt ihre Ziele ein. So streiten die Mitglieder angesichts des sexuellen und spirituellen Missbrauchs – auch an Ordensfrauen – für die Rechte der Frauen in der Kirche allgemein und für die Öffnung aller Ämter für Frauen.

Die Leiterin ist Sr. Karolina Schweihofer MC.

karolina.schweihofer@missionarinnen-christi.de