Frauenseelsorge

Erzdiözese München und Freising

Frauen verkünden das Wort – Tag der Hl. Hildegard am 17. September

Der 17. September ist der Gedenktag der Hl. Hildegard. Die mittelalterliche Visionärin und hochgebildete Theologin (1098-1179) unternahm vier Predigtreisen und scheute dabei nicht vor Streit zurück. Mutig trug sie Gottes Wort in die Welt und stellte sich dabei in die Reihe der biblischen Frauen, die das Wort Gottes verkündet haben: Mirjam, Hulda, Hanna, Maria von Magdala, Junia, Phöbe.

2012 erhob Papst Benedikt XVI. die Heilige Hildegard zur Kirchenlehrerin. Immer noch ist das Thema „Frauen und Verkündigung“ eine wunde Stelle in der katholischen Kirche. Es ist eine Wunde in der Biografie und Berufungsgeschichte zahlreicher Frauen, die als ausgezeichnet ausgebildete Theologinnen, Religionslehrerinnen, Katechetinnen und engagierte Mitglieder der katholischen Kirche diese mitgestalten und tragen. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass die Erfahrungen, das Wissen und das Zeugnis von Frauen sonntags in der Kirche allen Gläubigen zu Gute kommt.

Der „Synodale Weg“ geht dieses Thema mutig an. Es werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie Frauen verstärkt die schon offenen Orte der Verkündigung nutzen können und wie eine theologisch und kirchenrechtlich verantworte Lösung in den deutschen Ortskirchen aussehen könnte.

Zum Fest der Heiligen Hildegard möchten wir zusammen mit der Gleichstellungsstelle des EOM auf die Initiative „Frauen verkünden das Wort“ des Katholischen Bibelwerks und der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz zum internationalen Jahr des Wortes Gottes hinweisen. Die Initiatorinnen wählten für die Aktion die mittelalterliche Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen als Patronin aus und laden alle Frauen ein, in diesem Jahr die Gelegenheit zur Auslegung der Schrift zu nutzen: in Gottesdiensten, bei Andachten, bei Festen und sonstigen Anlässen.

Bis zum 31. Dezember 2020 (Aktion verlängert) können die Beiträge an info(at)frauenseelsorge.de geschickt werden. Eine Jury wird aus allen eingesandten Texten eine Auswahl treffen. Daraus entsteht ein sicher sehr inspirierendes Buch.

Hier finden Sie weitere Informationen.

Katharina Dötsch, Gleichstellungsstelle und Marion Mauer-Diesch, Fachbereich Frauenseelsorge