Key Visual zum diözesanen Maria-Magdalena-Jubiläum 2026


• Dargestellt ist eine Frau unbestimmten Alters mit langen dunklen Haaren und wachen Augen; sie wirkt selbstbewusst, aufrecht, in Aktion.
• Ihr Mund ist geöffnet, sie scheint zu sprechen. Dabei wendet sie sich nach links (in unserem Kulturkreis steht der linke Bildraum aufgrund der Schreibrichtung für Vergangenheit), als würde sie jemanden abholen und
zum Mitgehen auffordern
Wen will sie mitnehmen? Diejenigen, die in der Vergangenheit stehengeblieben sind? Diejenigen, die sie aktuell betrachten? ➔ Sie spricht zu allen: zu denen in der Vergangenheit und zu denen in der Gegenwart.
• Trotz der Blickrichtung nach links zeigt sie mit beiden Händen nach rechts in die Ferne (der aufgehenden Sonne entgegen; der rechte Bildraum steht für die Zukunft; Hinweis auf den neuen Weg).
• Ausgehend von der Hand auf der Herzseite führt ein schwungvoller Lichtbogen in Farbtönen von Gelbgold bis Orange nach oben. Das Ende des Bogens liegt in der Vergangenheit und ist rot gefärbt (mögliche Assoziationen: Blut, Kreuzigung, Liebe, Leidenschaft, Leben und Tod…).
• Der Lichtbogen bildet den Hintergrund und ist eiförmig (Assoziationen: Ostern; rotes Ei*, auf das Licht fällt).
• Im Zentrum des Lichtbogens erscheint um den Kopf der Frau ein goldgelbes Rund (Assoziationen: Heiligenschein, „das Gelbe vom Ei“).
• Das rote Gewand – Symbol für Liebe, Leidenschaft, leider auch die fälschliche Verbindung zum Rotlicht-Milieu! Umdeutung: Signalfarbe, Hervorhebung ihrer besonderen Rolle: ihre Bedeutung, rot unterstrichen! Das Gewand hat einen hohen runden Halsausschnitt, kein tiefes Dekolleté.
• Dunkle, offene Haare (ikonographisch mit Rotstich, auf den hier fast ganz verzichtet wurde, um sie nicht wieder in die Ecke der „Sünderinnen“ zu drängen“; rotes Haar galt als dämonisch, unanständig, aufreizend…), Frisur, wie sie aktuell oft von Frauen getragen wird.
• Das Salbgefäß – hier wird darauf wegen der Verwechslungsgefahr mit anderen Salbenden bewusst verzichtet, denn sie braucht nicht zu salben, der Verstorbene ist nicht mehr da!
• Sie ist allein abgebildet, nur ihr ist der Auferstandenen am Ostermorgen erschienen, nur für sie hatte er eine Botschaft.
• Der weiße Schriftzug im dunklen Feld greift nur Schlagwörter auf. Zu lesen ist der Name der Frau und was sie so besonders macht: ihr Zeugnis über die Auferstehung, ihre Beauftragung als Apostelin. Weil das zu würdigen ist, wurde ihr Gedenktag zum Fest erhoben.
• Das Feld mit dem Schriftzug kann beliebig platziert werden.
• Eine Konkretisierung der Thematik muss über die jeweiligen Überschriften erfolgen, die individuell formuliert werden können, je nach Anlass und Zielgruppe. Sie sind dem Key Visual beizufügen.


* In der Ostkirche tradierte Legende: Maria Magdalena verkündet dem römischen Kaiser Tiberius die Auferstehung Jesu Christi. Der lacht sie aus und zeigt ihr ein Ei mit den Worten, dass sich dieses eher rot färbt, als dass ein Toter aufersteht. Magdalena ergreift das Ei und sogleich wird es rot. Deswegen steht das rote Ei für Maria Magdalenas Zeugnis über die Auferstehung.


Irmi Huber, Fachbereich Frauenseelsorge im EOM